Flughafenlöschfahrzeug Panther von Rosenbauer setzt LINAK Verstellantriebe ein

Rosenbauer setzt auf lineare Verstellantriebe von LINAK

Im Ernstfall muss alles einwandfrei und zuverlässig funktionieren. Bei der Technik für Feuerwehrfahrzeuge gibt es keine Kompromisse.

Funktionssicherheit steht an oberster Stelle, schließlich geht es um Menschenleben. Das österreichische Unternehmen Rosenbauer ist weltweit Marktführer im Bereich der Feuerwehrfahrzeuge. Schlüssel dieses Erfolges ist der hohe Grad an Eigenentwicklung. Bei Werfern setzen die Ingenieure von Rosenbauer zur Steuerung der Wassermenge und des Sprühbildes auf elektrische Verstellsysteme.

Die Spezialisten von Rosenbauer stehen immer wieder vor der schwierigen Aufgabe, auf sehr engem Raum die qualitativ beste Lösung unterzubringen. Bei der Konstruktion des Werfers am so genannten HRET-Löscharm (high reach extendable turret) für die Flughafenlöschfahrzeuge der Reihe Panther kommen für die Verstellung der Wassermenge und des Sprühbildes lineare Verstellantriebe der Firma LINAK zum Einsatz.

Die Aktuatoren von LINAK basieren nicht auf hydraulischer oder pneumatischer Technik, sondern auf Elektrik. In vorangegangenen Modellen des Werfers kamen auch pneumatische Systeme zum Einsatz. Mit diesen Systemen war eine genaue Positionierung jedoch wesentlich schwieriger zu realisieren – ein ausschlaggebender Grund für den Konstrukteur Mario Steininger, sich für den Werfer des Löscharmes für die elektrische Verstellung zu entscheiden.

Der Löscharm des Flughafenlöschfahrzeugs Panther erreicht eine Durchflussmenge von bis zu 6.000 Litern in der Minute bei einer maximalen Ausfahrhöhe von 20 Metern. Je nach Position des Löscharmes muss die Wassermenge reduziert werden. Bei der maximalen Ausfahrhöhe und einer Ausstoßmenge von 6.000 Liter wäre die Hebelkraft so groß, dass das Fahrzeug kippen würde. „Im ausgefahrenen Zustand darf die Ausstoßmenge aus Sicherheitsgründen nur bei 3.800 Litern in der Minute liegen“, erläutert Diplom-Ingenieur Roland Weber, Produktmanager für den Geschäftsbereich Löschsysteme bei Rosenbauer.

Die Verstellung der Wassermenge muss in jeder Situation einwandfrei funktionieren. Die Kräfte, die diese Verstellung bei einer so hohen Durchflussleistung erfordert, sind ebenfalls sehr groß. Mit der Verschiebung des so genannten Pralltellers wird die Leistung geregelt. 2.500 Newton sind dafür nötig.

„Der LINAK-Antrieb LA23 war für unsere Anforderungen ideal: Er bietet bei sehr kompakten Einbaumaßen eine Kraft von  bis zu 2.500 Newton und erfüllt genau unsere Anforderungen”, erläutert Ingenieur Mario Steininger. Die Hublänge, die der Antrieb verfahren muss, liegt bei 20 Millimeter. Der zweite Antrieb verstellt die Schubhülse und regelt damit das Strahlbild zwischen Voll- und Sprühstrahl. Hier ist eine Kraft von 1.500 Newton bei einer Hublänge von 50 Millimeter notwendig. Der Verstellantrieb LA23 von LINAK hat trotz seiner großen Kraft ein sehr geringes Einbaumaß von gerade mal 110 Millimeter zuzüglich der geforderten Hublänge, die Breite liegt bei 43 Millimetern. Die geforderten Kräfte von bis zu 2.500 Newton erreicht der Antrieb sowohl in Druck- als auch in Zugrichtung.
Der Aktuator LA23 hilft bei der Regulierung des Voll- und Sprühstrahls

Neben Kompaktheit und Kraft war auch die Robustheit des Antriebs ein wichtiges Argument. Zum Beispiel dürfen Spritzwasser, Kälte und Hitze die Funktionsweise des Antriebs nicht beeinträchtigen. Der LA23 erreicht die Schutzklasse IPX6, beziehungsweise IP66 dynamisch. Der Antrieb musste zunächst eine Vielzahl von Belastungstests bestehen, bevor wir uns für den Einsatz entschieden haben”. Für die Kunden steht die Funktionssicherheit des Löschsystems an oberster Stelle, und damit auch für die Produktverantwortlichen von Rosenbauer.

Die Lagerückmeldung der Antriebe geschieht über Hall-Potentiometer, die ihre Signale an ein Canbus-System weitergeben. Theoretisch könnte man damit die Wassermenge stufenlos einstellen. Das System ist jedoch auf vier feste Stufen programmiert. Eine weitere Besonderheit des Werfers ist die vollautomatische Oszillierfunktion, durch welche der Werfer automatisch einen vorgegebenen Bereich abfährt und damit im Einsatz kühlt. Die Anbindung in ein BUS-System bekommt beim Einsatz von elektrischen linearen Verstellsystemen eine immer größere Bedeutung. Aus diesem Grund rüstet LINAK seine Antriebe für den industriellen Bereich mehr und mehr mit einer integrierten Schnittstelle aus.

Elektrische Verstellsysteme haben in zahlreichen Bereichen klare Vorteile gegenüber pneumatischen oder hydraulischen Systemen. Gerade die genaue Positionierung, die hohen Kräfte bei kleinem Einbaumaß sind für den Einsatz in dem Flughafenlöschfahrzeug Panther von Rosenbauer ausschlaggebend gewesen. Bereits seit den neunziger Jahren setzt der Feuerwehrausrüster Rosenbauer LINAK Systeme ein. Mit dem neuen Antrieb LA23 bietet die Firma LINAK genau die richtige Lösung für die Ansprüche des Spezialisten für Feuerwehrfahrzeuge aus Leonding bei Österreich.

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