Anwenderbericht

Die Lösung für zwei Produktionsprozesse

Eines war klar, als sich Schneider Electric an das niederländische Unternehmen Krikke de Wit Technische Tiloplossingen wendete: Die körperliche Belastung der Mitarbeiter in der Produktionslinie für Server-Racks und große Computerschaltschränke aus Stahl musste deutlich reduziert werden. Die Lösung war ein verstellbarer und kippbarer Montagetisch namens Projekt N111. Sie erwies sich nicht nur als Lösung für den eigentlichen Produktionsprozess, sondern die Anwendung wurde auch eingeführt, um die Mitarbeiter vor Überlastung zu schützen.

„Schneider Electric hat weltweit mehrere Tochtergesellschaften, in denen diese Racks montiert werden. Jede Tochtergesellschaft löst diese Probleme gemäß ihren eigenen, üblichen Praktiken. Die niederländische Tochtergesellschaft ist in diesem Kontext am weitesten gegangen”, sagt Geert Krikke, Director von Krikke De Wit Technische Tiloplossingen.

„Es werden nicht nur physische Belastungen vermieden, sondern es wurde auch ein Timer eingebaut, so dass das Kippen innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht zu oft durchgeführt werden kann. Dadurch wird das Tempo der Mitarbeiter reguliert und manchmal sogar verlangsamt. Durch diese Verlangsamung wird die körperliche Belastung weiter reduziert. Wir haben festgestellt, dass sich das positiv auf die Qualität des Produkts auswirkt”, fährt er fort. Der Montagetisch wird mit Linearantrieben der Baureihe LA36 von LINAK Antriebssystemen verstellt und gekippt. Sie werden über eine SPS gesteuert. 

Server-Rack in aufrechter PositionSicherheit im Betrieb
Es ist keine Überraschung, dass die Sicherheit und die Gesundheit Mitarbeiter von Schneider Electric auch in anderen Bereichen Berücksichtigung fanden. Neben der logischen CE-Zertifizierung wurden auch andere sicherheitsrelevante Aspekte beachtet. Beispielsweise liest das System, welche Art von Server-Rack bearbeitet wird. Die Kippfunktion wird deaktiviert, wenn die Position der Halteklammern nicht mit den Abmessungen des Racks übereinstimmt. So werden Unfälle vermieden. 

Natürlich gibt es auch andere Risiken. Die LINAK Linearantriebe LA36 besitzen eine große Verstellkraft, mit der umsichtig umgegangen werden muss. Aus diesem Grund wurde das Bedienelement weiter als eine Armlänge vom Montagetisch entfernt angebracht und die Kippfunktion kann nur mit zwei Händen betätigt werden. Darüber hinaus wird eine Schulung angeboten und es gibt ein unterstützendes Handbuch. 

Nützliche Optionen
Die Steuerung durch die SPS bedeutet, dass neben den Sicherheitsmerkmalen auch verschiedene Optionen zur Verfügung stehen. 

  • Einstellungen der ArbeitshöheSPS-Steuerung kompatibel mit Linearantrieben von LINAK
  • Auslesung; zu montierendes Modell
  • Darstellung Countdown nächstes Kippen und Zähler-Reset
  • Darstellung Kipphöhe und „Sicheres Kippen möglich“
  • Darstellung Notstopp 
  • Fehlerdiagnose

Steuerung und Umsetzung
Einer der Gründe für die Auswahl von LINAK Actuator Systems als Zulieferer ist die Kompatibilität der Linearantriebe  LA36 mit der SPS-Steuerung. Die Linearantriebe können außerdem parallel gesteuert werden und liefern die benötigte Verstellkraft. Dies gilt für die Höhenverstellung wie für die Kippfunktionen. „Die Auswahl wurde aufgrund der folgenden Merkmale getroffen: Kompakte Installation, Einfachheit der SPS-Steuerung, einfacher synchroner Betrieb und der Preis im Vergleich zu anderen Lösungen”, erklärt Geert Krikke.

 Der praktische Montagetisch hat sich als solide Lösung für die ursprüngliche Anfrage erwiesen. Seit der Einführung des N111 arbeiten die Produktionsmitarbeiter bei Schneider Electric in Helmond in der richtigen Arbeitshöhe, im richtigen Tempo und in einer automatisierten Umgebung, die so sicher wie möglich ist. 

Erfahren Sie mehr darüber, wie wir bei LINAK über Produktionsergonomie denken.

 


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