Die Funktionsweise der Platine in Industrie-Linearantrieben

Hier erhalten Sie Informationen über Platinen und ihre Funktionen, die mit der Leistung der Industrie-Linearantriebe von LINAK zusammenhängen. Machen Sie sich mit Platinen mit integrierter Steuerung und mit BUS-Kommunikation sowie den Funktionen, die beide gemeinsam haben, vertraut.

Erfahren Sie mehr darüber, wie bei Linearantrieben die Positionierung sowie der Soft-Start- und Soft-Stopp gesteuert werden und wie Strom- und Temperaturmessungen den Linearantrieb und die Industriemaschine, an der er installiert ist, schützen können. Erfahren Sie mehr über den EMV-Schutz (elektromagnetische Verträglichkeit) und die grundlegende Funktion einer H-Brücke. Unser Experte Hunter Stephenson erklärt alle Grundlagen in diesem Video.

Eine der wichtigsten Informationen, die man von einem Linearantrieb wissen möchte, ist seine Position. Die physische Position eines platinengesteuerten Linearantriebs wird über Hallsensoren ermittelt, welche die Anzahl der Impulse pro Spindelumdrehung zählen.

Das Herz unserer integrierten Steuerung ist eine H-Brücke, die das Ein- und Ausfahren des Linearantriebs einfach durch das Aktivieren von zwei Transistoren steuert, damit Strom diagonal über den Motoranschluss fließt. Funktionell ersetzen diese Transistoren mechanische Schalter/Relais. Für eine maximale Selbstsperrkraft Ihres Linearantriebs sollte der Motor kurzgeschlossen werden, wenn er sich nicht bewegt.

Eine Reihe von Platinenfunktionen tragen dazu bei, die Maschine, in welcher der Industrie-Linearantrieb von LINAK zum Einsatz kommt, zu schützen. Ein Heartbeat-Signal stellt die korrekte Funktion der Elektronik sicher und die Soft-Start-/Soft-Stopp-Funktion reduziert die mechanische Belastung von Maschine und Linearantrieb. Diese Funktion wird darüber gesteuert, dass das Signal der PWM-Motorsteuerung verstärkt wird. Das funktioniert in etwa wie das langsame Loslassen der Kupplung bei einem Auto.

Die Messung von Strom und Temperatur schützt die elektronischen Bauteile der Platine und hilft, eine zuverlässige Linearantriebsleistung sicherzustellen. Ein Mikrocontroller misst den durch die H-Brücke fließenden Strom und schaltet die Stromversorgung ab, wenn ein voreingestellter Wert überschritten wird. Sensoren überwachen sowohl die Temperatur der H-Brücke als auch die Temperatur im Gehäuse des Linearantriebs und unterbrechen den Betrieb, bevor schädliche Temperaturen erreicht werden.

Als EMV-Schutz besitzt die Platine des Linearantriebs einen Lastabwurf- und einen Verpolungsschutz. Der Lastabwurfpegel ist bei Industrie-Linearantrieben von LINAK auf 45 Volt voreingestellt. Wenn eine Spannungsspitze diesen Wert übersteigt, wird die Platine abgeschaltet.  Der Verpolungsschutz stellt sicher, dass der Linearantrieb nicht beschädigt wird, wenn die Stromversorgungsdrähte falsch angeschlossen werden.

Falls Sie Fragen zu Platinen in elektrischen Industrie-Linearantrieben haben, können Sie sich gerne an Ihre lokale LINAK Niederlassung wenden.


Drei Arten von Platinen bei LINAK Industrie-Linearantrieben

  • Einfache Platine: Sie fährt den Linearantrieb ein und aus und besitzt Endstoppausgänge sowie einige Rückmeldungsoptionen
  • IC-Platine (mit integrierter Steuerung): Sie besitzt eine H-Brücke für eine große Bandbreite an konfigurierbaren Rückmeldungsoptionen und Leistungseinstellungen sowie Überwachungs- und Parallellauffunktionen
  • BUS-Platine: Sie unterstützt dieselben Funktionen wie die IC-Platine und kann mit den Protokollen CAN-Bus, LIN-Bus und Modbus verwendet werden.

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– Wir sind kein Orakel. Aber wir sind Experten für Antriebstechnik. Sie können uns also gerne Fragen zu diesem Thema stellen.

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