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Anwenderbericht

Verstellbare Spiegel machen Fußballstadien grüner

Der Rasen in Fußballstadien ist immer grün, auch in Bereichen, die meistens im Schatten liegen. Wie ist das möglich? Die Stadien nutzen energieintensive Kunstlichtleuchten. Second Sun, eine dänische Firma voller Unternehmergeist, möchte die Fußballbranche ein klein wenig grüner machen. Ihre innovativen verstellbaren Spiegel reflektieren Sonnenstrahlen in beschattete Zonen. So kann die für elektrische Beleuchtung notwendige Energie reduziert werden oder sogar vollständig entfallen.

Second Sun im Brøndby-Stadion

Mit der zunehmenden Popularität des Fußballsports sind die Fußballstadien gewachsen. Heute haben sie eine Größe erreicht, bei der die Stadionaufbauten Schatten auf das Spielfeld werfen. Diese Schattenzonen beeinträchtigen das Wachstum des Rasens. Fußball wird aber nun einmal auf Rasen gespielt, darum haben die Clubs in elektrische Leuchten mit hohem Stromverbrauch investiert, die auf den Rasen gerollt werden können, um dem Rasen Licht und Wärme zu spenden.

Die Mitarbeiter von Second Sun fragten sich von Anfang an, warum die Clubs anstelle von Kunstlicht eigentlich kein natürliches Sonnenlicht nutzen. Nach drei bis vier Jahren, zahllosen Experimenten und einigen Prototypen war klar, dass Spiegel die beste Lösung zum Umleiten der Sonnenstrahlen sind.

 

Auf die richtige Einstellung kommt es an

Um zu gewährleisten, dass die Spiegel die Sonnenstrahlen wie gewünscht in die beschatteten Zonen des Spielfelds reflektieren, sind die Spiegel verstellbar:

Während der Tests haben wir verschiedene Lösungen zum Positionieren der Spiegel ausprobiert. Dabei hat sich herausgestellt, dass sich elektrische Stellantriebe für uns am besten eignen“, sagt Nicolai Moustgaard, CEO von Second Sun.

Deshalb wird jetzt jeder einzelne Spiegel mit drei LA36 IC Stellantrieben von LINAK® in Position gebracht. Ein Stellantrieb fährt den Spiegel nach oben unter das Dach und klappt ihn wieder herunter. Die beiden anderen Antriebe drehen den Spiegel seitlich sowie nach oben und unten.

Stellantrieb Second Sun
 

Eine einzigartige Lösung für jedes Stadion.

Kein Stadion gleicht dem anderen. Jedes hat entsprechend seiner Größe, seines Standorts, des Klimas usw. andere Bedürfnisse. Darum hat Second Sun ein Tool für die Analyse und Simulation entwickelt.

Wenn wir die Möglichkeiten eines Stadions erkunden, müssen wir eine große Zahl von Faktoren berücksichtigen. Wir schauen uns die historischen Wetterdaten des spezifischen Standorts an, betrachten die physische Form und Nord-Süd-Ausrichtung des Stadions und ermitteln die Größe der beschatteten Zonen. Auf Grundlage dieser Informationen können wir eine Aussage darüber treffen, wie viele Spiegel notwendig sind und wo diese platziert werden müssen“, sagt Moustgaard.

In Dänemark und Nordeuropa scheint wetterbedingt pro Jahr relativ selten die Sonne. Darum bilden hier die Spiegel von Second Sun gemeinsam mit Kunstlicht eine Gesamtlösung. In Ländern mit längerer Sonnenscheindauer aber können die Spiegel den Sonnenlichtbedarf eines Stadions komplett decken. Moustgaard sagt:

Wir sind bestrebt, ein fester Teil der Hilfsmittel zu werden, die das Team im Stadion an der Hand hat. Für viele Bereiche wird Kunstlicht weiterhin unentbehrlich sein, aber dort, wo der Einsatz unserer Spiegel sinnvoll ist, können sie helfen, die Stadien und ihren Betrieb nachhaltiger zu gestalten“.

 

Mehrere Vorteile

Da die Lösungen von Second Sun Solarenergie nutzen, schneiden sie beim Energieverbrauch weit besser ab, als netzabhängige elektrische Leuchten.

Die Sonnenstrahlen sind eine erneuerbare Energiequelle. Darüber hinaus gibt es das Sonnenlicht umsonst und dieser finanzielle Vorteil ist für die Fußballclubs klar erkennbar“, sagt Moustgaard und fügt hinzu: „Die Clubs sparen darüber hinaus auch noch Zeit. Der Transport der großen elektrischen Leuchten auf das Spielfeld und wieder herunter kostet Zeit und Ressourcen. Bei unserer Lösung genügt ein Tastendruck, um die Spiegel herunterzufahren. Wir haben die Lösung soweit optimiert, dass die Spiegel der Bahn der Sonne über den Tag hinweg automatisch folgen und sich jahreszeitabhängig auf den Sonnenstand einstellen können.

 

Second Sun im Brøndby-Stadion

 
 

LINAK als Geschäftspartner

Wie Moustgaard feststellt, gab es mehrere Gründe, LINAK als Geschäftspartner zu wählen:

Erstens haben wir nach einem Partner gesucht, der allen unseren technischen Ansprüchen gerecht werden kann. Für LINAK war das kein Problem. Sie konnten eine Lösung liefern, bei der Steuerung, Wartung und Bereitstellung perfekt funktionieren. Als nächstes war für uns eine nachhaltige Lieferkette wichtig. LINAK ist ein inländisches Unternehmen und verfügt über ein großes Liefernetz, von dem wir profitieren können. Zu guter Letzt ist LINAK eine Qualitätsmarke, mit der wir unsere Lösungen sehr gerne aufwerten.

Auch die Kommunikation mit LINAK war ein wichtiges Kriterium für Moustgaard: „Wir hatten von Beginn an einen guten Draht zu LINAK. Während des gesamten Prozesses hatten wir das Gefühl, dass man uns zuhört und uns ernst nimmt, auch wenn wir keiner ihrer größten Kunden sind. Das war für uns wirklich wichtig.

 

Eine leuchtende Zukunft

Second Sun hat für die Zukunft eine Menge Ideen. Das Unternehmen etabliert sich gegenwärtig im Markt für Fußballstadien und mehrere europäische Clubs haben bereits Interesse signalisiert. Aber die Ambitionen reichen weiter:

Wir entwickeln unsere Lösungen kontinuierlich weiter und suchen nach neuen möglichen Anwendungen. Ich glaube an das Potenzial in anderen Sportarten, aber auch Anwendungen innerhalb der Architektur und Stadtplanung sind denkbar. Größere und höhere Gebäude werfen sehr viel Schatten. Sonnenlicht ist eine wichtige, nachhaltige und nicht zuletzt kostenlose Energiequelle, die wir so gut wie möglich nutzen sollten“, schließt Moustgaard.

Lesen Sie mehr über Second Sun auf der Website des Unternehmens. Dort können Sie sich auch ein Video der Spiegel in Aktion anschauen.

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